Sara in Canada

 
23Juli
2015

Zu guter letzt NYC

 Als ich meinen Papa morgens in Vancouver verließ, war mir noch nicht bewusst, dass ich zu meiner letzten Reise aufbrechen würde - ich habe mich einfach so auf New York gefreut, weil ich schon im Laufe des Jahres soo viele Dinge über diese Stadt gehört habe, dass ich es kaum erwarten konnte endlich dort zu sein.

Ich muss wirklich sagen, dass ich eine richtig gute Zeit in NYC hatte. In 10 Tagen schlief ich bei 3 verschiednen Host in Manhattan und habe wohl alles von New York gehen, was man gesehen haben muss. Mein erster Host war ein Russe, der für die UN arbeitete und leider sehr wenig Zeit hatte und auch nicht besonders gesprächig war. Somit verbrachte ich meine Zeit mit stadterkundungstouren und versuchte einen Überblick über Stadt zu bekommen - planlos ging mein Plan quasi los, bis ich mir einen kleinen Plan entwarf mit Orten, die ich unbedingt sehen wollte. Unteranderem den Central Park, die 5th Avenue, die Freiheitsstatue, Brooklyn,... - das typische halt.

Relativ schnell wechselte ich dann meinen Wohnort auf Zeit und kam bei einem Banker unter, der mir nach der Arbeit viele Ecken von New York zeigte, die man als Tourist nie finden würde. Die letzten Nächte blieb ich bei einem Anwalt, der aber eigentlich gar nicht da war und ich somit mehr oder weniger meine eigene Wohnung hatte.

Mein Highlight in New York? Schwer zu sagen! Wahrscheinlich Coney Island, weil es mich so an Kalifornien erinnert. Aber andererseits ist die ganze Stadt einfach atemberaubend.. Es gibt so viele verschiedene Stadtteile und verschiedene Menschen, die alle einen verschiednen Lifestyle leben, sodass man sich einfach wohlfühlt. Ich könnte mir sogar vorstellen eine zeit dort zu leben, wobei die ständige Aktion bestimmt auf Dauer auch anstrengend wird.

Einige Tage verbrachte ich mit meiner Schulfreundin Inga, die als Au Pair in New Jersey lebt und arbeitet. Es war richtig schön mal wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen und sich über alles was so geschehen ist auszutauschen. Einen Abend gingen wir auch feiern - eigentlich ist man erst mit 21 Jahren volljährig in der USA, aber wenn man Leute kennt, kommt man da auch manchmal so rein und so feierten Inga und ich eine Nacht auf einer Dachterrasse über den Dächern von der Stadt. Wir hatten viel Spaß zusammen und irgendwie bereitete sie mich auf die Zeit zuhause vor.

Und dann ging es am 16. Juni 2015 nach Hause. Nach genau 11 Monaten in Kanada, der USA und Costa Rica packte ich meinen Rucksack ein letztes Mal und flog nach Hause. Es war total komisch! Bei der Verabschiedung von meinen Freunden war mir gar nicht klar, dass ich sie erstmal gar nicht mehr wieder sehen würde. Ich habe sie einfach schon so oft für einige Wochen und Monate verlassen, dass mir der Unterschied gar nicht bewusst war. Dem Rückflug habe ich in einer Art Trance erlebt. Als ich den Abschiedsbrief von meiner Eva las brach das Eis und mir war klar, dass ich bald einige tausend Kilometer von meinen geliebten Vancouver und auch von meinem gesamten entspannten und freiem Leben als Reisender. Zwar freute ich mich auf zuhause, aber ein Teil von mir ist in Amerika geblieben und wenn ich jetzt über diese Zeit nachdenke habe ich das Gefühl, dass dieser Teil mich ruft.

Der Empfang am Flughafen war super schön. Mama, Papa, Felix und meine beste Freundin Anja waren um 7 Uhr morgens in Frankfurt und begrüßten mich. Wir frühstückten zusammen und schon nach 2 Stunden war es so, als wenn ich nie weg gewesen wäre...

Und da bin ich nun wieder. Die beste Zeit meines Lebens (bis jetzt) ist rum und ich kann es noch nicht glauben wieder hier zu sein. Danke an die vielen Leser meines Blogs, die mich das ganze Jahr lang begleitet haben. Take care.

11Juni
2015

Roadtrip mit Papa

Etwas verspätet kommt hier noch der Blogeintrag zu Papas und meinem Roadtrip durch British Columbia.

Die ersten Tage verbrachten wir noch zusammen in Vancouver und ich zeigte ihm die Stadt, meine Lieblingsplätze, meinen Arbeitsplatz und er lernte viele Freunde und meine ehemalige Hostmum Dianne kennen. Nach 4 Tagen holten wir unsern kleinen RV (sprich Wohnmobil) ab und fuhren erstmal zu Walmart, um uns mit einigen Vorräten einzudecken.

Das erste große Ziel war der Banff Nationalpark. Unterwegs stoppten wir in Summerland, einem super kleinem süßen Städtchen in der Nähe von Kelowna. Eigentlich ist die ganze Ecke da unten super schön und unbedingt einer Reise wert. Banff, Jasper und die dazu gehörigen Nationalparks gefielen mir auch sehr gut, wobei besonders Banff ein reines Touristen Dorf ist. Am besten sind natürlich die vielen Seen im Banff Nationalpark - zum Glück waren diesmal schon alle aufgetaut, sodass wir uns mit vielem anderen Touristen fast jeden See angesehen haben. Das Wetter war auch super, somit konnten wir immer draußen frühstücken, viel wandern und generell dem Tag draußen verbringen. Das war auch besser so, da unser Van super klein von innen war und es schon jeden Abend beim kochen sehr kuschlig wurde.Wir lebten übrigens super gesund: jedem Abend gab es Gemüse mit Reis oder Nudeln - mehr war einfach nicht drin. Aber immerhin waren unsere Frühstücke meist sehr üppig.

Nachdem wir Jasper verließen, änderten wir den Plan. Ursprünglich sollte es hoch ins Yukon gehen, aber da Kanada einfach riesig ist, hätten wir noch zwei Tage durchgehend Autofahren müssen, um nach Whitehorse zu kommen. Papa hat dann beschlossen, dass das zu weit ist und wir fuhren nur bis Prince George. So falls jetzt jemand von euch mal nach Prince George möchte.. Ich sage euch eins: lasst es! Diese Stadt verdient den Preis für die hässlichste Stadt der Welt. Die Bevölkerung ist im großen und ganzen genauso hässlich .. Viele Ureinwohner hängen auf der Straße rum und generell hatte ich das Gefühl, dass 50% der Stadt obdachlos ist.

Mit einigen kleineren Stops ging es runter bis nach Whistler. Whistler ist ganz süß aber auch nur aus Tourismus aufgebaut worden. Nach einer Nacht auf einem Campingplatz, der stolze 58$ gekostet hat, fuhren wir für die letzten 3 Tage nach Vancouver Island. Witziger Weise waren einige Freunde aus Vancouver auch noch da und wir verbrachten viel Zeit zusammen. Auch Papa hat die Gesellschaft von jungen Leuten sichtlich genossen Haha. Am zweiten Tag gingen wir dann Whale watching. Das war mittlerweile meine 4 walbeobachtungstour, aber ich liebe es trotzdem noch.Am letzten Tag fuhren wir hoch nach Nanaimo und von dort aus rüber nach Vancouver, wo wir den Wagen nach fast 3 Wochen wieder abgaben.

Fazit: ich hatte eine super Zeit mit Papa, aber ich bin definitiv kein Camper! Haha Der Eintrag aus NYC folgt bald! Liebe Grüße aus dem Big Apple

19Mai
2015

Roadtrip Toronto - Vancouver

4600km Freiheit, Lebensfreude, pures Kanada, Hunger und Träume

Diese Worte beschreiben meine Gefühle während des Road Trips von Toronto bis nach Vancouver sehr gut. Ich bin eh ein großer Fan von längeren Autofahrten oder generell Reisen - besonders im Auto bei gutem Wetter ist ein traumhaft einfach die endlosen Highways in Kanada entlang zu fahren. Nachdem ich viel Zeit in der Stadt verbracht habe, ist so eine Fahrt durch die Natur echt beeindruckend - besonders, weil Kanada so viel zu bieten hat. Über felsige, waldige Landschaft bis zur Prärie ist alles dabei. Ich sitze einfach gerne vorne im Auto, höre laut Musik und lasse die Gedanken schweifen, während die Landschaft an uns vorbei zieht: riesige Wälder, noch halb gefrorene Seen, Flüsse, kleine kanadische Motels oder Tankstellen, riesige Trucks oder manchmal auch nur der unendlich lange Highway.

Am Anfang konnten wir uns mit Couchsurfing über Wasser halten aber mit drei Personen ist es nunmal nicht so einfach einen Platz zum schlafen zu finden. Aber man muss sagen, dass wir Glück hatten und sehr viele verschiedene Menschen getroffen haben - erst schliefen wir bei zwei Studenten, dann bei einem Ehepaar mit 6 Kindern und schließlich in einer Wohngemeinschaft eines 65- jährigen Weltreisenden, der spontan das Auto von Chris, unserem Fahrer, abgekauft hat bzw. sich den Wagen gesichert hat für den Herbst nachdem Chris auch zurück nach Deutschland muss.

So schön ich die Fahrt weiter oben auch beschrieben habe, zieht es sich langsam. Heute ist der 6. Mai - das heißt, wir sind seit 4 Tagen am Fahren. Jeden Tag 8-10 Stunden mit nur wenigen Stopps. Zum einen wird es irgendwann langweilig und zum anderen hab ich Magenprobleme, da unser Essverhalten momentan katastrophal ist und man auf dem Highway auch wenn überhaupt nur Fast Food Restaurants findet.

Dementsprechend war ich froh, als wir Banff ankamen. Es ist ganz süß hier, aber die toll, wie Damian und Chris und andere Leute vorher geschrieben haben, finde ich es jetzt nicht. Vielleicht liegt es daran dass ich eher ein Meer Mensch bin. Außerdem stört es mich das der Ort, genau wie zB Whistler nur auf Tourismus aufgebaut ist. Nach einem weiteren Tag in Banff ging es dann weiter nach Vancouver. Damian blieb in Banff und somit setzten Chris und ich unsere Weiterreise alleine fort.

Wir stoppten unterwegs noch zwei Mal im Freunde zu besuchen und couchsurften bei einem jungen Farmer, der sich meiner Meinung nach seinen Lebensunterhalt durch das Anbauen von Gras verdient. Sonntags abends kam ich dann endlich erschöpft in Vancouver an. Fazit: für über eine Woche jeden Tag so lange im Auto zu sitzen ist echt zu viel - man sollte alle paar Tage eine Pause einlegen, um das schöne Land zu genießen. Immerhin habe ich jetzt wirklich alle Seiten des Landes gesehen :)

In vier Wochen bin ich übrigens schon wieder zuhause ... Bis bald :)

30April
2015

Quebec and Halifax

Hey there,

Irgendwie habe ich meinen Blog in den letzten Wochen ein wenig vernachlässigt. Aber gerade sitze ich im Zug Richtung Westen und habe daher viel Zeit die letzten Tage und Wochen zusammen zufassen.

Also zu ernst ging es nach Québec City, der französischsprachigen Hauptstadt der Provinz Québec. Der erste Eindruck war sehr gut, da wir, wie schon erwähnt, mit der Fähre anreisten. Die ersten Nächte haben wir in einem der HI Hostels verbracht - dies ist eine große Hostelkette, die es in ganz Kanada gibt und die wirklich ein gutes Preis- Leistungs- Verhältnis hat. Viele andere Hostels sind günstiger und dann auch schlechter ausgestattet oder je nach Lage schlechter ausgestattet und teurer. Von daher weiß ich immer schon, dass ich mit dem HI Hostel nichts falsch machen kann. Jedoch war ich von der Einrichtung in Québec ein wenig enttäuscht. Die Lage war top, die Ausstattung super und wir hatten sogar Frühstück im Preis mit drin, jedoch ist für mich ein Hostel immer ein Ort an dem ich neue Leute und andere Reisende kennenlerne. Gut, vielleicht lag es an der Zeit - jetzt gerade ist es Zwischenzeit zwischen Winter und Frühling, die wie schon gesagt nicht so ideal zum Reisen ist - aber das Hostel war nur von Familien und Schulklassen gebucht. Daher war ich ganz froh, als wir am zweiten Tage ein deutsches Pärchen im Hostel trafen mit denen wir zusammen die Stadt besichtigt haben.

Québec City ist, wie Montreal sehr europäisch und meiner Meinung nach einfach super schön. Insgesamt ist die Stadt, besonders der alte Teil, sehr überschaubar, sodass man schnell alles gesehen hat. Besonders gut gefallen hat mit die Zitadelle, auf deren Mauern man laufen kann und ein kleines Café, in dem man den so genannten beaver tall kaufen konnte. Das war schon wieder genau das Richtige für mich - irgendein frittierter Teig mit beliebigen Topping. Also eigentlich Kalorien pur, aber es war einfach zu lecker.

Nach 3 Tagen im Hostel habe ich einen Couchsurfing Host gefunden und dort blieben wir für drei weitere Nächte. Glücklicher Weise konnte Fred Englisch, sodass die Kommunikation eindeutig leichter fiel. Einen Abend gingen wir mit ihm zu seinen Freunden, um Hockey zu schauen. Das witzige war, dass sich Franzosen ja häufig weigern Englisch zu sprechen und so war es auch mit Kanadiern. Am Anfang war es daher etwas hart sich zu unterhalten, aber nach einigen Bieren wurde alles lockerer und plötzlich konnten alle Englisch. Unseren letzten Tag haben wir dann nur auf der Couch verbracht, da wir so verkatert waren.

Nach einer 21 stündigen Zugfahrt am nächsten erreichten wir endlich Halifax. Eigentlich war die Fahrt ganz gut, da wir einen vierer Sitz hatten und man darauf einigermaßen gut schlafen konnte. Montag Abend kamen wir dann in Halifax an und haben sofort festgestellt, dass das Wetter uns nicht mag. Schon während der Zugfahrt wurde der Himmel grauer und die Schneehaufen größer. Zum Glück war das Hostel nah, sodass ich meine gefühlten 100kg Gepäck immerhin nicht mehr weit tragen musste. Auch dieses Hostel war ziemlich leer, aber trotzdem lernten wir schnell ein paar Leute kennen. Überraschung, die meisten waren Deutsch. Das Wetter blieb relativ bescheiden während unseres Aufenthaltes. Damian mochte den Regen und ich hatte nach 5 Minuten meistens schon keine Lust mehr draussen zu sein. Die Titanic ist einige hundert Seemeilen vor Nova Scotia untergegangen, sodass viele Rettungsboote von Halifax aus zum Unglücksort aufbrachen. Im Halifax gibt es einige Friedhöfen auf denen Opfer begraben sind und das örtliche Martime Museum stellt auch einiges zu zur Titanic und einem anderen Unglück im Jahr 1917 aus, als während des ersten Weltkriegs ein Schiff voller Munition im Hafen von Halifax explodiert ist und dadurch die halbe Stadt zerstörte.

Eines Abends war ich ganz mutig und habe mir einen Hummer zum Abendessen bestellt. Halifax ist anscheinend bekannt für seine Hummer und so dachte ich, dass ich es probieren musste. Ehrlich gesagt bin ich kein Fan, aber es war auf jeden Fall eine gute Erfahrung. Danach gingen wir noch aus und ich habe mich mit einer Kanadierin aus Halifax angefreundet. Wir verbrachten die nächsten Tage zusammen - wir gingen weg, ich besuchte sie in der Boutique in der sie arbeitet und dann fuhren wir zusammen nach Peggy's Cove. Das ist ein kleines Dorf 45 Minuten von Halifax entfernt. Es ist super schön und repräsentierte für mich Kanada - leider musste Monica früh schon wieder arbeiten und daher blieben wir nicht lange. Nach einer letzten Partynacht mit den Leuten aus dem Hostel ging es mit dem Zug zurück nach Montreal.

Nach zwei Tagen im französischsprachigen Gebiet fuhren wir nach Toronto und bleiben hier noch für einen Tag bevor dann endgültig der Roadtrip Richtung Vancouver los geht. Unseren Fahrer haben wir schon getroffen und er ist echt cool drauf, sodass die Fahrt gut werden kann. Morgen ist der erste Mai und wir haben eine Brauerei Tour und danach eine Maitour auf Toronto Island geplant.

Ich melde mich dann aus Vancouver wieder, wenn mein Papa da ist.

Bis bald! In sechs Wochen bin ich wieder da :)

19April
2015

Montreal

Erstmal sorry für die Verspätung!

Hallo Deutschland,

Die letzte Woche habe ich im schönen Montreal verbracht. Eigentlich ist nichts spannendes passiert.. Wir sind viel durch die Stadt gelaufen und das beste aus dem anfänglich kaltem Wetter gemacht. Solche Temperaturen sind auf Dauer wirklich nichts für mich - ich würde am liebsten direkt wieder nach Costa Rica, anstatt noch weiter in den Osten zu gehen, der übrigens dem schlimmsten Winter seit langer Zeit hatte. Und natürlich ist es immer noch arsch kalt. Sightseeing bei gefühlten - 10 Grad macht nicht so wirklich viel Spaß.

Trotzdem muss ich sagen, dass Montreal eine wirklich schöne Stadt ist. Besonders die Altstadt, welche super europäisch ist, ist sehr sehenswert. Ansonsten gibt es ein paar schöne Viertel mit total vielen Restaurants, sodass man nie wusste was man abends essen sollte..indisch, koreanisch, Italienisch oder doch japanisch? Indisch ist momentan mein Favorit neben Sushi natürlich.

Mein WochenHighlight war der Sonntag. Und zwar gibt es diesen großen Park in Montreal namens Mont Royal und wenn das Wetter gut ist, trifft sich quasi die ganze Stadt in dem Park und isst, trinkt und feiert zusammen. Viele Menschen hatten Gitarren oder Trommeln dabei, sodass der Park schnell eine kleine Partymeile wurde. Unser couchsurf Host Craig organisierte ein couchsurfing Event, bei dem sich verscheidende Leute, die auch couchsurfing sind, treffen. So habe ich sehr schnell viele neue Leute getroffen und schnell neue Freunde gefunden. Insgesamt ist war die Stimmung so wie am 1. Mai in Haltern - mit der Ausnahme, dass sich niemand sinnlos aus dem Leben geschossen hat. Unser Abschluss des Tages war eine Schlägerei zwischen zwei vermutlichen Dealern, die ziemlich blutig endete und viele Schaulustige anzog.

Dienstag morgen ging's dann nach Quebec. Wir beschlossen zu trampen, was anscheinend auch hier im Osten sehr beliebt ist. Vorne weg: zwischen Montreal und Quebec City liegen so 2,5-3 Stunden. Um 11 Uhr verließen wir craigs Apartment und mussten erstmal mit der U Bahn und dem Bus aus der Stadt raus. Das ist übrigens meiner Meinung nach das schlimmste was man machen kann: Bus fahren mit einem 70l Backpack. Man steht immer im Weg oder rennt irgendwen über den Haufen, da ich mit dem Backpack das zweifache von mir selbst bin. Nach einer Weile haben wir es haben geschafft und standen um 12.45 an einer Autobahnauffahrt. Ich war natürlich schlau und hab mich vorher informiert von wo man trampen darf, da sehr viel Polizei in Montreal unterwegs ist. Die Highways sind für Hitchhiker tabu, da dort auch keine Autos halten dürfen. Die ramps, also die Auffahrten sind aber okay. Nach 3 Minuten hatten wir den ersten Ride, der aber leider nicht direkt nach Quebec fuhr. Trotzdem waren wir guter Dinge, als wir nach einer Stunde an der nächsten Auffahrt standen. Leider war dort nichts los und das Glück hatte uns uns schnell verlassen. Abends um 7 kamen wir im Hostel in Quebec an. Es war ein total anstrebender Tag, da wir teilweise einfach nur am Straßenrand standen und niemand angehalten, sodass unsere Motivation sehr schnell weg war. Aber was soll man machen, wenn man irgendwo im nichts an einer Straße steht? Richtig, weitermachen bis jemand anhält. Unsere rides waren aber alle ganz cool. Einer hat uns zu Tim Hortons eingeladen und der letzte Fahrer hat spontan eine Fähre genutzt, damit wir schon mal einen schönen Blick auf Quebec haben.

Trotzdem haben wir uns dazu entschieden nicht bis nach Vancouver zurück zu Hitchhiken, da es einfach viel zu lange dauern würde und ich ehrlich gesagt auch Bedenken habe, dass wir irgendwann im nichts stehen und echt nicht wissen wo wir schlafen sollen. Aber wir schauen mal! Jetzt sind wir erstmal im noch schöneren Quebec und genießen die ersten schönen Tage nach einem langem kaltem Winter im Osten.

Bis bald

07April
2015

Toronto

Hallo Deutschland,

Unsere Zeit in Toronto ist mittlerweile vorbei und wir sind unterwegs nach Ottawa, der Hauptstadt von Kanada.

Die Woche in Toronto war wirklich gut. Ehrlich gesagt finde ich die Stadt nur so mittelmäßig. Sie ist sehr groß - im Vergleich zu Vancouver ist Toronto riiiiiiesig und dementsprechend war ich am Anfang erstmal etwas verloren. Aber die Stadt ist auch total lebendig und voller junger, internationaler Menschen. Zusätzlich habe ich mich total gefreut, als ich seit langem mal wieder Gebäude gesehen habe, die vor 2000 gebaut wurden. Toronto hat nämlich tatsächlich viel mehr ältere Gebäude, als der Westen von Kanada. Das hätte ich früher niemals gedacht, aber für mich ist es auf Dauer langweilig in einer super modernen und komplett neuen Stadt zu wohnen.

Dafür ist Toronto etwas überlaufen - viele Touristen, junge Leute, super viele Hipster und alle möglichen anderen Menschen belagern die Straßen. Aber immerhin sieht man sehr wenige obdachlose Menschen und diese sind, falls man dann mal welche findet, eher arm als obdachlos und sehen auch nicht so herunter gekommen aus, wie jeder, der in Vancouver auf der Straße sitzt. Nebenbei liegt auch quasi gar kein Gras Geruch in der Luft, mir ab und zu konnte ich diesen wohlvertrauten Geruch riechen - fühlte sich fast wie zuhause an, da man in Vancouver immer und überall Gras riecht. Ich habe die "frische" Luft wirklich genossen.

Trotz alledem kommt Toronto nicht ganz oben auf meine Lieblingsstädte Liste... So richtig schön ist die Stadt irgendwie nicht. Zwar erinnert sie manchmal sehr an Berlin und es gibt auch einige sehr coole Viertel wie der Kensington market oder die Gegend am Hafen, aber ganz aus den Socken gehauen hat mich Toronto nicht. Das könnte jedoch auch am Wetter liegen. Überraschender Weise bin ich in den ersten Tagen natürlich erstmal gestorben ... So einem Temperaturunterschied von über 30 Grad ist nicht so leicht zu verarbeiten. So habe ich also quasi immer gefroren, wenn wir das Hostel verlassen haben. Aber am Ende habe ich mich dran gewöhnt .. Trotzdem hätte ein bisschen besseres Wetter mehr Spaß gemacht.

Mein Highlight der Woche waren definitiv die Niagarafälle. Wir haben durch das Hostel einen echt guten Preis für eine Tour zu den Wasserfällen gemacht und dort den Tag verbracht. Es war wirklich spektakulär und auch die kleine Stadt Niagara on the lake ist total süß und hat einen britischen Flair. Unser Tourguide war auch super. Wir haben soo viele Infos über ganz Kanada bekommen, dass ich mich irgendwann echt gewundert habe, wie er sich alles merken konnte.

Am langweiligsten fand ich den CN Tower - die Aussicht war die 36$ kein Stück wert, wenn man schon mal auf höheren Gebäuden gewesen ist.

Was aber wirklich das aller beste in Toronto war, war das Hostel. Im Canadiana Backpacker hostel ist super zentral gelegen und voller Menschen jeden Alters. Dort hatte ich die beste Zeit und habe viele neue Leute getroffen.

Dieser Eintrag hat sich etwas gezogen, deswegen sage ich auch noch sofort etwas zu Ottawa: Ottawa ist langweilig, öde und unspektakulär. Deswegen geht's morgen direkt weitermachen Montreal - dort haben wir schon einen Host und ich freue mich schon total.

Bis bald :)

27März
2015

Costa Rica 4.0

Langsam aber sicher geht meine Zeit in Costa Rica zu Ende.

Nachdem wir die letzten Tage in Montezuma und Santa Teresa verbracht haben, sind wir gestern Abend wieder in San Jose angekommen. Ophelie und Zsolt sind bereits zurück in Kanada und ich fliege nächste Nacht nach Toronto.

Die letzten beiden Ort unseres Trips haben mir echt total gut gefallen. Schon alleine die Hostels sind total cool: meistens gibt es einen Pool, eine große offene Küche, Hängematten, Liegen und viele Palmen. Die Strände sind auch super schön, obwohl mir Santa Teresa sogar noch besser gefallen hat. Einfach, weil die Strände schöner und länger waren. Eigentlich ist es schade, dass ich den Flug nach Kanada bereits gebucht habe - sonst wäre ich vielleicht noch länger geblieben ... Andererseits geht mir auch das Geld schon wieder aus. Ja ich dachte auch, das Zentralamerika total günstig wäre ... Aber weit gefehlt. Anscheinend gehört Costa Rica noch zu den teuersten Ländern auf diesem Kontinent - verdammt.

Da ich San Jose hasse, schlage ich die Zeit im Hostel tot. Ich habe mich noch nie an einem Ort zu unwohl gefühlt wie hier. Die Stadt ist hässlich, es gibt nichts zu tun und zu sehen und die Leute sind total unfreundlich und als blonde Frau wirst du von jedem Kerl begafft. Als ich mich heute dann doch dazu durchgerungen habe auf die Straße zu gehen, um einen Supermarkt zu finden, wurde ich prompt 3 mal angesprochen. Im Supermarkt haben sie dann meine amerikanischen Dollar auf Grund eines Mini Risses in dem Schein nicht genommen - ich wäre dieser Kassiererin so gerne ins Gesicht gesprungen. Da renne ich schon 30 Minuten durch die pralle Mittagssonne und dann sowas. Na gut, dann eben keine Melone und ein paar andere Sachen. Immerhin habe ich noch ein paar Überbleibsel von den anderen und das Hostel verfügt auch über sowas wie ein Restaurant. Vielleicht mache ich einfach eine Diät.

Auf jeden Fall geht morgen um Mitternacht mein Flieger nach Houston und bin da aus geht's dann nach Toronto. Ich muss sagen, dass ich mich schon wieder auf Kanada freue. Ich habe mich sogar dabei erwischt wie ich Vancouver "zuhause" genannt habe.. So ein Auslandsjahr verbindet dann irgendwie doch. Immerhin gibt's dann wieder warme Duschen, vernünftiges Essen und weniger Moskitos. Und alle sprechen wieder Englisch und ich muss nicht jedes mal alle Preise umrechnen. Bis dahin, werde ich aber noch einige Stunden hier in der Sonne und dann im Flugzeug verbringen.

Als Fazit würde ich sagen, dass die Natur und die Pazifikküste in Costa Rica wirklich schön sind, aber größere Städte sollte man einfach meiden.

Übermorgen startet dann mein Monat im Osten Kanadas. Dort werde ich mich meinem Kumpel Damian durch verschiedene Städte ziehen und vielleicht auch eine Nationalparks im Osten erkunden, aber das kommt auf das Wetter an. Erstmal muss ich den Schock übermorgen überleben: von 35 Grad geht's runter auf 0. Ich werde das Costa ricanische Wetter auf jeden Fall vermissen.

Momentan bin ich ehrlich gesagt noch gar nicht so motiviert im Osten rumzureisen, aber einen öden Alltag in Vancouver möchte ich auch nicht mehr - ich glaube ich durch lebe gerade eine Reise-Midlifecrisis.

So viel zu mir und meinem Costa Rica Trip. Sonnige Sommergrüße :)

23März
2015

Costa Rica 3,0

Hello again,

Mittlerweile bin ich an meinem Lieblingsort in Costa Rica angekommen: Montezuma. Für mich ist es relativ einfach einen Ort zu finden, an dem ich mich wohl fühle. Ich brauche nur Sonne, das Meer, schöne Strände, coole Leute, eine Hängematte und ein Buch.

Unser Hotel ist 200m vom Meer und eine Mischung aus Hotel und Schule. Ich finde es super - man kann Spanisch lernen, yoga Klassen besuchen oder einfach nur in einer Hängematte relaxen. Ich mache gerade letzteres.

Das Wetter ist perfekt: 30 Grad, keine Wolke am Himmel und schwül warme Luft. Der Ort an sich ist klein und besteht eig nur aus Hotels und Restaurants etc - super touristisch, aber alle Reisende sind irgendwie jung, entspannt und wollen einfach nur ihr Leben genießen. Ich fühle mich pudelwohl. Gestern wanderten wir zu einem Wasserfall, der laut GPS nur 600m entfernt ist. Leider stellte sich schnell heraus, dass er a. weiter weg ist und b. man ein paar Felsen hochklettern muss. Es war natürlich genial in der Mittagshitze mit Flipflops einem Berg zu besteigen ... Aber es hat sich gelohnt. Wir haben schnell viele neue Leute aus der ganzen Welt getroffen und es war entspannend einfach nur im warmen Wasser zu chillen. Unser Grüppchen wurde schnell immer größer, sodass wir abends mit circa 20 Leuten am Strand waren und unsere eigene Party geschmissen haben.

Bevor es aber nach Montezuma ging, musste ich noch durch die Hölle gehen. Das bedeutet für mich CAMPEN! Ich verstehe es einfach nicht wie Leute freiwillig auf dem harten und unbequemen Boden in einem Zelt schlafen und sich dann entweder tot frieren oder die ganze Flüssigkeit aus ihrem Körper schwitzen. Dazu kommt noch, dass ich dann doch eine ordentliche Dusche brauche und ich auch kein Fan von Plumsklos bin. Aber Hey was tut man nicht alles, um ein Land zu erforschen. Wir fuhren also zum Santa Rosa Nationalpark, durften am Eingang erstmal ordentlich Geld lassen und dann 2 Stunden lang über einem Weg fahren, den ich schon gar nicht mehr als Weg beschreiben würde. Aber in unserem kleinem Auto wäre das natürlich kein Problem .. Naja mehr oder weniger. Wir haben es aber überlebt. Kaum sind wir dann aus dem Auto gestiegen, wurde ich zum Abendessen für drölf Millionen Mücken erklärt und innerhalb von einer Stunde war mein ganzer Körper von Stichen überseht und ich hatte schon keinen Bock mehr.

Der schöne Sternenhimmel hat dann alles wieder etwas besser gemacht ... Das Zelt war dafür dann schon wieder viel zu klein, der Boden zu hart und alle Tieren zu laut. Insgesamt habe ich dann vielleicht 3 Stunden geschlafen bevor ich um 7.30 morgens aus dem Zelt geklettert bin, da es einfach viel zu heiß war. Die Sonne hier ist so stark .. Nach einer Stunde am Strand waren meine Schultern knall rot und ich ging zurück zum Zelt. Immerhin war der Rest dann schon wach und wir kamen auf die grandiose Idee wandern zu gehen. Den Plan haben wir noch 15 Minuten direkt wieder geändert, da es einfach sooo heiß war.

Stattdessen sind wir dann nach Montezuma gefahren. Zwar war das Handy mit dem GPS leer und sowas wie eine Karte besitzen wir auch nicht, aber irgendwie haben wir es geschafft und ich kann jetzt in meiner Hängematte sitzen und die Sonne genießen.

Pura Vida!

20März
2015

Costa Rica 2.0

Hey ihr,

Unser zweiter Tag in Montverde war der Hammer! Eigentlich stand auf der Tagesplanung nur Ziplining, aber da war so motiviert waren, haben wir mich sofort zwei Hikes und eine Nachttour hinzugefügt.

Morgens ging's dann mit einer Wanderung durch den Regenwald los - die Natur ist so schön. 80% der Pflanzen kenne ich nicht und auch einige der Tiere verwirren mich, aber ich hätte stundenlang wandern gehen können. Wir haben einigen wirklich schönen Vögeln und einigen Affen und affenartigen Tieren gesehen (ich muss zugeben, dass ich manchmal echt nicht sagen kann, ob es ein Affe oder doch eher etwas rattenartiges war).

Irgendwann wurde ich etwas schläfrig und bin Ophelie einfach nur hinterher gelaufen, als plötzlich etwas großes schwarzes mit Organen Streifen vom Boden sprung. Innerhalb Sekunden war ich wieder hell wach und starrte riesige Spinne an, die genau vor meinem Fuß saß.

Eigentlich habe ich echt keine Angst vor Spinnen, aber im ersten Moment war ich davon überzeugt, dass es sich um eine Vogelspinne handelte. Naja im Endeffekt war das Drama schnell vorbei und wir gingen weiter.

Bei der Nachtwanderung habe ich dann auch raus gefunden, dass diese Spinne noch nicht mals giftig ist - trotzdem fand ich es nicht so geil die fast an meinem Bein zu haben. Bei der Nachttour haben wir super viele Tiere gesehen: Füchse, Spinnen, Affen, Vögel Skorpione, Schlangen usw. Insgesamt war Monteverde super schön und man hätte noch länger dort bleiben können.

Aber heute Morgen ging es dann weiter - nach einem Früchtefrühstück (Mangos, Kokosnüsse, Bananen, Melonen, Papayas werden direkt hier angebaut und sind sooo frisch und soo lecker !!). 3 Stunden fuhren wir über kaputte Straßen bis nach la Fortuna ins Arenal volcano. Die Fahrt war zwar super anstrengend und mein Magen hat sich fast umgedreht, da Zsolt echt nicht gut fährt und das in der Kombination mit kaputter Straße echt das Todesurteil für meinen Bauch war. Aber die Landschaft und die Ortschaften waren schon wieder sehr schön und haben alles wieder gut gemacht. Generell ist Costa Rica einfach super schlicht, simple aber trotzdem wunderschön. Nach Monaten an der Westküste von den USA und Kanada tut es mir wieder richtig gut aus dem modernen Großstadtdschungel raus zukommen. Schilder und Plakate sind selbst geschrieben, alle fahren Motorrad und überall gibt es kleine Läden, in denen Farmer versuchen ihr Angebautes zu verkaufen - mir gefällt es.

La Fortuna ist voller Touristen .. Unser Hostel hier ist ganz cool: voller Hängematten, mit Bar, Pool und Küche, Palmen etc trotzdem sind mir hier zu viele Touristen... Die Wanderung zum Vulkan war super cool - meinen letzten aktiven Vulkan habe ich vor zwei Jahren Island gesehen, aber dieser ist schon was anderes. Abends ging's dann zu den Hot Springs - also ein Pool, der mit vom Vulkan aufgewärmtes Wasser gefüllt ist. Wir waren mit vielen anderen Travelern da und ich es war einfach nur eine riesige Party.

Morgen gehts in 4 Stunden nach Santa Rosa - endlich an den Strand!!!

Bis bald

18März
2015

Costa Rica 1.0

Hallo ihr,

Meine Zeit in Vancouver ist nun endlich vorbei und ich bin wieder on the road. Wie schon gesagt ging es nach Costa Rica. Der Abschied von meinen Freunden und dem Job in Vancouver war noch nicht mals so schlimm - ich habe tatsächlich den letzten Arbeitstag in meinem ganzen Jahr überstanden. Ein paar wirklich gute Freunde habe ich in Vancouver gefunden, aber ich weiß, dass ich sie wieder sehe und daher war auch die Abschiedsparty nicht so schlimm.

Sonntag stand mir dann der schlimmste Trip meines Lebens bevor: in 28 Stunden von Vancouver nach Los Angeles von da nach Miami und dann endlich nach San Jose. Die Flüge waren lang und ich war so müde, als wir endlich landeten. Aber ich glaube es lohnt sich! Ach bevor ich es vergesse, ich reise mit meiner alten Mitbewohnerin Ophelie und ihrem Kumpel Zsolt - ich kannte ihn vorher nicht, aber ich denke, dass wir eine ganz gute Gruppe sind.

Als wir dann endlich ankamen, stellte sich heraus, dass das Gepäck der beiden in Vancouver gelassen wurde - der Trip startete also schon grandios. Mit Taxi ging's dann vom Flughafen zu dem Guesthouse in dem wir die erste Nacht verbracht haben. Der Verkehr erinnerte mich sehr an Afrika ... Alle fahren wie sie wollen, alle hupen, alle schreien, Motorräder drängeln sich halsbrecherisch vor und sobald ein Unfall passiert bleiben alle Beteiligten mitten auf der Straße stehen und diskutieren solange, bis eine Lösung gefunden ist. Die Währung ist ist Colon.. Irgendwas zwischen 400 und 500 Colon sind 1US$ - ihr könnt euch also vorstellen wie hoch die Summen hier sind, die man bezahlt. Unsere Unterkunft war schön und nah zum Stadtkern - San Jose ist interessant. Eigentlich habe ich mir genauso Zentralamerika vorgestellt: viele Obst- und Früchtestände, dreckige Luft, viele gestresst Leute, kaputte Straßen, viele Hunde und einfach Chaos.

Da ich mal wieder die einzige Blonde weit und breit war, fiel ich super auf und das fand ich ja schon in Afrika oder einigen amerikanischen Städten so toll. Naja.

Heute Morgen haben wir dann unseren Leihwagen abgeholt und sind los. Raus aus der Stadt und Richtung Monteverde, einem unglaublich schönen Gebiet mit vielen Wandermöglichkeiten irgendwo im Nichts. Schon der Weg hier hin war super schön. Es hat mich wieder total an Afrika erinnert - erst waren die Wege noch betoniert und gut befahrbar, dann folgte ein nicht asphaltierter, steiniger Weg und am Ende wieder sowas ähnliches wie eine richtige Straße. Die Natur ist super schön und manchmal waren wie die einzigen Menschen weit und breit. Es ist sehr bergig und sehr trocken.

Heute Morgen habe ich mich noch über die Temperaturen aufgeregt, weil es nicht so super warm war um 10 Uhr morgens in San Jose - später wurde es so heiß im Wagen, dass sogar das offene Fenster nichts mehr brachte und mir einfach nur 40 Grad heiße Luft ins Gesicht schlug. Jetzt ist es 20 Uhr und ich friere sogar in zwei Pullis... Witziges Wetter.

Heute auf der Fahrt habe ich sofort alles vergessen, worüber ich mir vorher Gedanken gemacht habe .. Zukunft, Jungs, Geld, Studium - das ist gerade alles egal, weil ich jetzt endlich wieder reise bin und nur im hier und jetzt lebe. Ist eigentlich ganz entspannt. Während der Fahrt heute, habe ich mir nur zwei Pferde, meine beste Freundin, eine Tasche voller frischer Mangos und drei Wochen Zeit gewünscht, in der wir durch das Land reiten könnten - ohne Handy, Laptop usw. .. (Wir wollten doch eh mal einen Wanderritt machen, Anja, ich habe einen guten Ort dafür gefunden).

Morgen geht es erst Ziplining (falls ihr es nicht kennt, googelt es. Ich habe fest gestellt, dass ich es einfach nicht erklären kann :D) und dann wandern nach Sonnenuntergang, weil es hier wohl viele nachtaktive Tiere gibt. Ich hab mich gerade schon gefreut, als ich circa 200 Glühwürmchen im Wald gesehen habe. Wir wohnen übrigens im Regenwald - nah zu dem eigentlichen Ort, aber trotzdem schön ruhig im Wald gelegen.

Auf dem Plan stehen noch Vulkan besichtigen, Strände, Yoga, Tauchen, Wandern, frische Früchte essen und alles andere, was uns noch über den Weg läuft.

Buenas noches :)

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